wüste Wüste

Uff. Ein ganzer Tag Autofahrt durch Wüste mit Kiefern, Wüste ohne Kiefern, Wüste mit rotem Stein, Wüste mit weissem Stein, Wüste mit kleinem Fluss,…. Genau mein Ding. Erst ab „Malheur“ wurde die Gegend grüner, mit einzelnen Oasen

Jetzt sitzen wir in Boise, Idaho, dem letzten Kaff der Welt. Wenigstens gibts an der Uni gratis Internet-Zugang, so dass wir die Bilder hochladen können. Das Capitol ist eine kleine Kopie des Originals, mit lächerlichen Blumenbeeten davor.

Meer und Crater

Am Montag sind wir nach Astoria, und von dort die Küste nach Süden gefahren. Schöne wilde Küste mit Klippen und Strand, mit Möwen und Seelöwen, Leuchttürmen und Hotels, Wind und Nebel. Übernachtet haben wir in Lincoln.

Dienstag gings noch ein Stück am Meer entlang bis Florenz (nicht Italien), und dann querfeldein über Eugene nach Roseburg. Von Roseburg führt eine nette kurfige Strasse hinauf zum Crater Lake. Schaut aus wie bei uns zu Hause (auch wenn Karin das bezweifelt. Ich muss ihr ‚mal die Glasenbach Klamm zeigen. In der Klamm hab ich mir übrigens eine nette Abschürfung zugezogen, siehe Bilder vom 16.) Die letzten paar Meilen bis zum Crater Lake sind dann Bimsteinwüste und wilder Nadelwald (nicht wie bei uns zu Hause). Crater Lake selbst ist riesig und hoch und wunderschön. Am Abend sind wir nochmal 100 Meilen weiter gefahren bis nach La Pine, einem bizarren Kaff in der Nadelwald-Einöde.

p.s. am nächsten Tag hab ich beim Auschecken einen hoch interessanten Brief gefunden (siehe Bild)

Karin ist da, Auto ist da, auf an die Küste

Am Samstag bin ich in die andere Jugendherberge übersiedelt (auch nett, aber nicht so bunt) und Karin ist angekommen. Die Reise ist ihr nicht gut bekommen. Am Sonntag war sie aber wieder ganz frisch, und hat mich einmal rund um die Innenstadt und quer über den Stadtberg geschleppt. Sie scheint eine wesentlich besser Kondition zu haben als ich.

Die Rundgang hat sich aber wirlich ausgezahlt, besonders der Japanische Garten und der Rosengarten.

Heute (Montag) haben wir das Auto abgeholt. Ab jetzt sind wir also jeden Tag unterwegs, jede Nacht in einem neuen Motel, und wahrscheinlich nicht mehr so oft am Internet. Unser erstes Ziel ist die Küste: Astoria und Tillamook (oder so). Morgen (Dienstag) geht’s zum Crater Lake. Mal seh’n wie das mit dem Autofahren funktioniert.

Viele Deutsche, Ursula LeGuin und schon wieder Perl

in a world without fences, who needs Gates?Hier sind unglaublich viele Leute die Deutsch sprechen: Oliver, Denis, Christian, Michael und noch ein paar deren Name ich nicht kenne.

Am Abend war die Lesung von Ursula LeGuin. Das neue Buch klingt sehr gut, aber ich kaufe keine schweren, gebunden Bücher bevor ich nicht das Miet-Auto habe. Aber ich hab mir mein Lieblingsbuch von ihr signieren lassen: The Dispossessed

Jetzt läuft gerade die Versteigerung für die Perl Foundation. Ich hab grad das Mason-Buch ersteigert. Das Beste was heute versteigert wird ist der terniäre Operator in Python. Wer am meisten bezahlt darf die Änderung im Source-Code von Python machen. (Python ist die böse andere Programmiersprache). Ausserdem wird noch die Farbe von search.cpan.org versteigert, wenn die Seite jetzt orange ist haben die Londoner Perlmonger gewonnen.

perl 6, alpacas und wil wheaton

krondaAm dritten Tag hab ich wieder viel über Perl 6 gelernt. Und über die Klage SCO-vs-IBM. Richtig lustig war aber erst der Abend: Kronda hat mich zu Powells Books geschleppt, eine unglaublich grosse und unglaublich gut sortierte Buchhandlung hier in Portland. Morgen gibt’s dort eine Lesung von Ursula LeGuin, eine meiner liebsten SciFi-Autorinnen – ich wusste gar nicht, dass sie in Portland lebt. Jedenfalls hol ich mir ein Autogramm.

Danach sind wir noch auf eine Party, die von einer hiesigen Perl-Trainings-Firma geschmissen wurde. Dort gab es neben gratis-Drinks noch Wil Wheaton (der in Star Trek: The Next Generation den lästigen kleinen Wesley Crusher gespielt hat), von dem Kronda unbedingt ein Autogramm wollte. Und drei super-niedliche Alpacas – das sind schüchterne kleine Mini-Lamas.

State of the Conference

Die ersten beide Tage der Konferenz sind ‚Tutorials‘, das heisst Vorträge die jeweils einen halben Tag dauern. Ich weiss jetzt alles über Perl-Testing, Damians geheime Tricks, PAR und die neuen Fähigkeiten von MySQL. Für Alle, die das gerade gar nicht verstanden haben was handfestes: ich hab mir auch diverse Bücher gekauft und gleich signieren lassen – hier laufen ja lauter wichtige AutorInnen rum. Und ich hab‘ einen (ehrenamtlichen) Job für die Perl Foundation angenommen: ich bin in dem Gremium, das die Perl Forschungs Stipendien vergibt. Vielleicht bin ich jetzt auch wichtig?

Dienstag Abend gibts jetzt noch die traditionelle Rede von Larry Wall (‚State of the Onion‘), dem Erfinder von Perl. Zum ersten Mal gibts auch Reden von anderen Leuten die für andere Projekte stehen: Python, PHP, MySQL, Apache und Linux. Leider sind die anderen eher schlechte Redner. (Artikel über alle Reden auf ONLamp, Bilder)

Wenn die Reden vorbei sind (noch laufen sie) gibts noch eine grosse Party. Aber ich bin nicht sicher ob ich zu einer Party mit Freibier gehen will.

Die Freuden der Jugendherberge

Bilder vom Samstag Ich bin sooo froh, dass ich in der Jugendherberge bin. Ich hab ungefähr ein Dutzend Leute kennengelert, vom 18-jährigen Schüchterling aus Seattle über die 20-jährige Studentin der technischen Mathematik aus Frankreich bis zum 55-jährigen Truck-Driver, der mir von seinem Problemen als Kriegsdienst-Verweigerer in der Vietnam-Zeit erzählt hat.

Die Gegend rund um die Jugendherberge – Hawthorn District – ist relativ ruhig, hat aber eine sehr lustige Einkaufs-Strasse mit vielen Kaffeehäusern (die wirklich diesen Namen verdienen), vielen Buchhandlungen, vielen Platten-Läden, … und einer breiten Pallette von Läden vom Leder-Fetisch-Geschäft bis zum konservativen Kleiderladen.

Bilder vom Sonntag Mit dem Bus bin ich in 20 Minuten in Downtown Portland (wo auch die Konferenz sein wird). Für Amerikanische Verhältnisse eine sehr belebte Innenstadt, mit vielen Fussgängern und einem ausgezeichneten Bus- und Strassenbahn-System. In der Innenstadt zahlt man gar nix für die Öffis, alle Busse kommen in zwei Strassen zusammen (‚Transit Mall‚) um das Umsteigen zu erleichtern. Genial.

Am Samstag hab ich hauptsächlich meinen Jetlag kuriert und die Gegend erkundet, heute hab ich ernsthaft Bücher eingekauft. Angefangen hab ich hier in Hawthorn mit der Krimi-Buchhandlung „Murder by the Book„, hab mich vorgearbeitet bis zur Frauenbuchhandlung „In Other Words“ und hab zum Abschluss noch ein Computer-Buch für die Firma und ein Science Fiction Buch für mich bei Borders gekauft.

Jetzt (Sonntag Abend) fahr ich noch zum Konferenz-Hotel zur „Registration“, damit ich morgen nicht so früh aufstehen muss.

Angekommen

10 Studen Flug, 9 Stunden Zeitverschiebung. Jetzt bin ich zu müde um viel zu schreiben: Vom Flugzeug aus haben wir auf der linken Seite Mt.Renier und Mount St.Helena gesehen. Die Jugendherberge ist bunt, zur Feier des 4. Juli gabs ein BBQ. Bilder. Gute Nacht.

Mein liebstes Zeitreise/Parallelwelt-Buch

Cover des englischen Originals: making historyCover der Deutschen Ausgabe: Geschichte machenCover des Hörbuches: HP3
Nach langer Zeit hab ich es wieder ‚mal gelesen – 553 Seiten in 6 Stunden. Hm, ob das ‚was zu bedeuten hat?
Ja, dass es ein verdammt gutes Buch ist. Zeitreisen, Österreichbezug, bedrohliche Parallelwelt mit
perfekt funktionierenden Copyright-Management-Systemen am Computer: Making History
/ Geschichte machen von Stephen Fry. Er kann übrigens auch sehr gut Potter vorlesen (natürlich auf Englisch), z.B.
Prisoner of Azkaban