Sommerurlaub USA 2001

Abreise

Do 20. Juli: Wieder einmal hab ich mir Mutters Lieblings-Tasche geschnappt (die grüne Tasche). Und sie hat mir auch noch ein Vaio-Fach in den kleinen schwarzen Rucksack eingebaut (Zwischenapplaus für Frau Jellinek 😉

Wyatt Earp ShopMotorräder in San Diego

Fr 21. Juli: San Diego ist eine coole Stadt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Der kühle Wind vom Meer senkt die Temperaturen auf angenehme 25 bis 30 Grad. Aber Achtung: ein paar Kilometer Inland beginnt die Kalifornische Wüste! Aber eigentlich hab ich den ganzen Tag in der Jugendherberge verbracht und gelesen – wenn schon Jetlag, dann aber gemütlich.

Architektur wie in Disneyland, naja, so sind die Amis halt...Das Gewächshaus besteht nur aus einem Lattenrost: Regen darf rein, Sonne + Wind nichtGewächs-Haus von innen

So 22. Juli: Am Tag vor der Konferenz war ich in Balboa Park. Dort gibt es Musseen, kitschige Nachbauten von euopäischer und mexikanischer Architektur, ein wunderbares Gewächs-Haus und den Zoo…

Ein Eisbär und sein FanMit der Giraffe auf Du und DuGondelbahn über den Zoo Der Zoo ist riesig! Für faule Menschen wie mich gibts eine Bus-Rundreise und eine Gondelbahn quer über den Zoo. Der Bus ist ein Doppeldecker. Am oberen Deck des Doppeldeckers zu sitzen gibt dir ein ganz neuen Blickwinkel auf Giraffen. Das selbe gilt für Eisbären, wenn man sie unter Wasser sieht.

p5porters Who's line is it anyway? Damien, zu schnell für meine Kamera

Mo 23. Juli: Heute hat die Veranstaltung begonnen, mein erstes Tutorial war „Transactions in Mysql“. Der spannendste Teil des Tages war die p5p impersonation night, und das anschliessende Treffen der Perlmonks. Damien sieht aus als ob er 100 Tage lang nicht geschlafen hat – da hindert ihn nicht daran die besten Vorträge zu halten.

Brigitte und der DelfinOrcashow (achtung: Panorama, 450 K)Paul Makepeace und Uri Guttmann

Di 24. Juli: Kein Tutorial am Vormittag, statt dessen Seaworld mit Paul und Uri. Note to self: einen Platiksack mit trockerner Kleindung (inklusive Unterwäsche) mitbringen, falls ich hier nochmal herkomme.

Damien bei seinem Die Steckdosen waren immer voll ausgebuchtLarrys state of the onion (bild von ora network)Die Konferenz war unglaublich. Ein paar Höhepunkte: State of the Onion als Lightning Talks, whose line is it anyway, Jamsession, Internet Quiz, Damiens „extreme perl“, die lightning talks (inkl. Shakespear-Drama, Gesang, Perl sollte in den Untergrund gehen, …) Leider lässt sich das alles nicht adequat auf Bilder festhalten. Die Funk-LAN Anbindung war ziemlich gut, jetzt fehlt nur noch drahtloser Strom.

Boris bei der Herbergssuche.Mehr als knöchel-tief wollte ich mit dem Pazifik nicht in Berührung kommen. Zu Kalt!Auto am Strand von Santa Barbara. Auf der Sand-Düne im Hintergrund surfen die Kiddies mit speziellen Sand-Surfbrettern

Sa 28. Juli: Das Leihauto war protziger als erwartet. Wir haben uns aber immer brav an die Geschwindigkeitsbeschränkungen gehalten. Die berühmten Stände bei L.A. waren nicht besonders beeindruckend. Die Herbergssuche dafür umso mehr.

Golden Gate Jugendherberge. Ragged Point (?)Panorama der Küste bei Pismo (?)

So 29. Juli: Am zweiten Tag erinnerte die Pazifik-Küste immer mehr an Schottland oder Irland (inkl. Temperatur). Kälte, Nebel, Wind, Steine, Stauden, Salz. Die Jugend-Herberge jenseits der Golden-Gate Brücke liegt in einem nebeligen Eukalyptus-Wald.

Eine der vielen Firmen entlang Highway 101 Innenhof in Stanford Irgendein Berühmter Turm in Stanford

Mo 30. Juli: Während Boris das 1-Tag-San-Francisco Programm erledigte hab ich mir Silicon Valley angeschaut. Das geht ja nur mit Auto. Entlang der 101 sieht man viele Firmen-Paläste, u.a. Informix, Apple und Excite. In Palo Alto hab ich mir Stanford angeschaut. Die Informatik-Abteilung dort ist von einem gewissen William Gates gesponsort.

Panorama von Twin Peaks aus (230 KB)San Francisco vom Auto aus (auf der 101 Richtung Stadt)

Mo 30. Juli: San Francisco mit dem Auto ist ganz anders als San Francisco mit dem Bus. Zum Beispiel kann man auf die „Twin Peaks“ rauffahren. Von dort hat man ein wunderbares Panorama: Golden Gate im Nebel, Hochhäuser im Nebel, Hafen im Nebel, Bay im Nebel, …

Mo 30. Juli: Da Boris zum ersten Mal in San Francisco ist, muss er das ganze Touristen-Programm erledigen. Dazu gehört auch Fishermans Wharf und Pier 39. Naja, die Seelöwen und die Insel Alcatraz sind ja ganz beeindruckend, der Rest ist Standard-Touristenfalle.

Di 31. Juli: Früh aufstehen, Boris zum Flughafen fahren, zur neuen Jugendherberge um das Gepäck abzugeben, und schliesslich noch das Auto zurückgeben. Nach so viel Stress hab ich mir den Rest des Tages frei genommen: Ein paar Stunden lang hab ich mich in einer Buchhandlung (mit Kaffeehaus) versteckt und dann noch die Wäsche gewaschen. Davon gibts keine Bilder.

Es gibt Käse in den USA - er ist nur sehr, sehr seltenGolden Gate Bridge ohne NebelPotjomkinsches Haus

Mi 1. August: Beim Spaziergang durch Marina (teures Wohnviertel am Hafen) hab ich viele schöne Häuser gesehen. Bei genaurem Hinsehen sind die aber alle gefälscht: Die Fassaden sehen aus wie aus Stein, dahinter sind aber nur Spanplatten. Dann bin ich zur Golden Gate Bridge rausgefahren – die war nämlich ausnahmsweise mal nicht im Nebel. Schliesslich noch ein Besuch im „Whole Food Market“. Das ist ein Bioladen mit der Grösse eines Supermaktes. Es ist also bewiesen: es gibt doch gute Lebensmittel in den USA. Es gibt sogar Käse der nicht orange ist und im Dunklen leuchtet. Im dazugehörigen Kaffeehaus gibts „Gras-Saft“. Wird aus Katzengras gepresst, und enthält angeblich ganz viele Vitamine. Die Spinnen die Kalifornier!

Palace of Fine Arts Detail vom Palace of Fine Arts Golden Gate am Abend, im Vordergrund: Lower Ford Mason

Do 2. Aug: Den Vormittag hab ich im „City Lights Bookstore“ verbracht, den Nachmittag im Exploratorium. Beim Exploratorium ist der „Palace of Fine Arts“ ein sehr sonderbarer Pavillion. Ganz amerikanisch-puritanisch wenden die Karyatiden dem Besucher blos den Rücken zu, und tragen vorsichtshalber auch noch einen Bikini unter der Toga. Von der Jugendherberge in Fort Mason hat man übrigens einen sehr guten Blick auf die Golden Gate Bridge – und am Abend ist auch ganz selten Nebel (Dieses Foto ist für Boris, der die Brücke nie wirklich gesehen hat 😉

Schwimmerin im Hafen von San Francisco.

Fr 3. Aug: Die Jugendherberge liegt ja direkt beim Fishermans Wharf. Statt Bilder von den Touristenfallen zeig ich euch aber lieber die todesmutige Schwimmerin. Diese hier hatte einen Anzug an, es gab aber auch welche im Bikini und Schwimmhose. Lauter Wahnsinnige!

Am Abend ist in North Beach, an der Grenze zu Chinatown, eine Menge los: Da gibts ein Koblauch-Restaurant/Geschäft, eine Buchhandlung die bis Mitternacht offen hat, und Chinesisches Essen das ganz anders schmeckt als in Österreich. Ach ja, es gibt auch 1000 Bars und Pubs – für Leute die so was brauchen.

Unteres Ende der Market Street: Castro Oberes Ende der Market StreetFinancial District, vom Embacadero aus gesehenChinatown
Sa 4. Aug: Zum letzten Mal in eine neue Jugendherberge übersiedelt: Downtown Youth Hostel in der Nähe vom Union Square. (Sehr mühsam: kein Auto mehr, und schon zu viel eingekauft) Jetzt bin ich Mitten in der Stadt. Ausführlicher Spaziergang: Union Square, Chinatown, Financial District, und dann mit der antiken Strassenbahn die Market Street rauf und runter.

Gefährliche Tänzerinnen Hula

So 5. Aug: Im Presidio war ein „Aloha“-Fest. Mit Hula-Tanz, Hawaii-Hemden, und Hawaiianischem Essen. Die Hula-Tänzerinnen sind übrigens so gefährlich, dass Sie bis zu ihrem Auftritt hinter Gittern gehalten werden müssen. Und San Francisco wäre nicht San Francisco, wenn da nicht auch eine bärtiger Herr unter den Hula-Tänzerinnen wäre. Ich hab einen echt Hawaiianischen Sonnenbrand bekommen. Die echten Hawaiianer scheinen alle gross und dick zu sein – sehr sympatisch.

Wo die Wilden Kerle WohnenMicrosoft-Anbetungs-Shop (sic!) Nach soviel Sonne ein Kinobesuch im Metrion – das ist ein Sony-Entertainment-Palast mit Spielhallen, Shops und ca. 100 Kinosäalen. Beson ders nett: ein Spielplatz mit den „wilden Kerlen“. Besonders absurd: ein Shop mit Microsoft Devotionalien. Der Film war „Planet der Affen„, kann ich nicht wirklich empfehlen. Kaum zu glauben, dass das ein Tim Burton – Film ist. Sowas von unkreativ und fad. Am Planet der Affen ist offensichtlich seit den 70iger-Jahren nix Neues mehr passiert.

Mo 6. Aug: Stadtteil des Tages: Mission. Dort gibts Second-Hand Läden, Wandmalereien, den Modern Times Bookstore und eine echt alte Kirche. (Alt heisst ja in San Francisco „älter als 50 Jahre“, und in ganz, ganz seltenen Fällen „älter als das Erdbeben von 1906“) Die Mission Dolores steht schon seit 1740, und hat das Erdbeben gut überstanden. Hab ich schon erwähnt, dass es hier immer ein bisschen neblig ist?

Am Abend war ich in Japantown, und hab mir „Kiss of the Dragon“ von Luc Besson mit Jet Li angesehen. Auch keine geniales Meiterwerk, aber Jet Li ist ein erfreulicherer Anblick als der Ersatz-Charlton-Heston aus „Planet der Affen“. – als Abendessen gabs Japanische Nudelsuppe. Japantown hat sich leider nicht fotografieren lassen.

WasserfallBuenaTypisch Height

Di 7. Aug: Frühstück mal wieder im Yerba Buena. Ein toller Park gleich neben dem Metrion, mit einem genialem Wasserfall. Dann eine lustige Stadrundfahrt- nach Sunset (das ist ein Stadtteil südlich vom Park), ein Spaziergang durch den botanischen Garten, und ein Shopping-Trip durch Height Ashbury (Booksmith). Am Abend eine Stunde im Internet-Cafe und eine Ausführliche Cabel Car Fahrt. Leider bin ich zu ungeschickt fürs Fotografieren bei Nacht.

Baseball Blick in den Park vom Kino aus Brigitte müde Mi 8. Aug: Shopping, shopping und shopping in der Market Street. Das ist ganz schön Anstrengend. Ein Kinobesuch am Nachmittag: Final Fantasy. Sehr schön anzusehen, wenn man die Handlung einfach ignoriert. Am Abend dann ein sonderbares Ritual der Eingeborenen: Baseball. Die spinnen die Amis.

Do 9. Aug: Zum Abschied (nach dem Packen) ein spaziergang durch Chinatown. Hier war ich im Laufe der letzten 10 Tage immer wieder. Das Essen hier ist gut und billig, City Lights ist nicht weit, und es gibt immer was zu sehen. So viel zu sehen, dass die Bilder auf eine eigene Webseite müssen.

Fr. 10. Aug: Rückflug. Anstrengend. Keine Bilder. Aber ein guter Film: Almost Famous.

Adventkalender 8: Perlkurs

Collage: so sieht die Perlwelt im Jahr 2000 aus.Im Herbst 2000 konnte ich zum ersten mal einen schön langen Perl-Kurs halten. (Bis dahin gabs einfach zuwenig Nachfrage)

Bei der Gelegenheit hab ich die Perlwelt auf den neuesten Stand gebracht.

Der Kurs war sehr angenehm für mich (für die TeilnehmerInnen hoffentlich auch 😉

Wie in jedem Computer-Kurs waren die Vorkentnisse und die Lern-Geschwindigkeiten sehr unterschiedlich. Ich hoffe, daß trotzdem jeder und jede was dazugelernt hat und nicht zu oft gelangweilt oder überfordert war.

Die Abschlussprojekte sind jedenfalls sehr schön geworden.


Adventkalender 6: Unserer 1. Million

Am 5. Juni 2000 fanden wir zu unserer Überraschung eine schöne runde Summe auf unserem Konto.

Warnhinweis für alle Erpresser, Trickdiebe, etc.: wir haben das Geld schon verbraucht. Mit einer kleinen Lohnerhöhung für alle ging das schnell wieder weg.

Gut, dass wir das noch geschafft haben bevor der Euro kommt. Dann wird das mit der Million viel schwieriger

Adventkalender 5: Die Mädels von der Zeitung

Auf der informatica feminale in Bremen hab ich eine Zeitung organisiert – oder vielleicht wäre „desorganisiert“ ein besseres Wort? Hier ein Artikel aus der letzten Ausgabe:

Maria »Mein-Staroffice-stürzt-ab« Oelinger, Duisburg (Ndrrh.): Besondere Verdienste: Einzelpublikation von ifz Nr. 7 + 8. Aufgabenbereich: Vervielfältigung und Vervielfältigung. Onlining einiger Artikel. Kuchendiagramme.
Zina »sieht-bloß-harmlos-aus« Benenson, Trier:
Lange, schöne Interviews. Gestochen scharfe Artikel. Langjährige Auslandskorrespondentin.

Herle »Ich-bin-besonnen« Forbrich, Frankfurt (Oder):
Zuständig für Interviews, Hüpfen und Pferde-Ankleben. Verdienst-Pinguin in Gold für heldenhaften Erstumgang mit UNIX.

Friederike (Rike) »Ich-hab‘-Kurs« Jolk, Bremen:
Artikel und Visionen, keine Restaurants kennen, ausführliche Vorbereitung.

Andrea »ich-bin-nicht-knuffig« Schweer, Dortmund
Rechtschreibprüfung (mecker mecker) und Layout (flink!).
Brigitte »ihr seid alle Feministinnen und wisst es bloß noch nicht« Jellinek , Salzburg:
hat das Copyright auf alle Rechtschreibfhelre. Aufgabenbereich: perl hacken, Organisation und Leitung (ha ha!).