Heimflug

Eigentlich besteht Reisen nur aus Warten: Warten auf das Einchecken, warten beim Sicherheits-Check, warten aufs Boarding, warten auf das erste Essen, warten auf den Film, warten auf das nächste Essen, warten auf die Landung, warten vor der Passkontrolle, warten aufs Einsteigen, warten auf den Kaffee, warten auf die Landung, warten aufs Aussteigen, warten auf den Koffer,….

Und schliesslich: warten dass der Jetlag endlich vorbei ist, und der Tag wieder Tag, und die Nacht wieder Nacht ist.

Olympic Peninsula

Raus aus Seattle, und ein kurzer Besuch in Snoqualmie – dort wurden Teile von Twin Peaks gedreht.

Dann sind wir mit der Fähre nach Bainbridge rübergefahren. Von dort aus haben wir die Olymische Halbinsel umrundet. Im Olympic National Park gibt es richtigen Regenwald mit riesigen, moosbewachsenen Bäumen, und eine wilde Küste mit Nebel, Sand, Steinen, viel Treibholz,…. cool.

Die letzte Übernachtung war dann in Olympia. Das ist die Hauptstadt des Bundesstaates Washington.

Bücher in Seattle

Am zweiten Tag hab ich mich intensiv der Erforschung von Buchhandlungen gewidmet. Der beste Fund: left bank books.

Die meisten Bilder von heute stammen vom Seattle Center. Da fährt man mit der Monorail hin, dort steht dann die Spaceneedle, ein Rummelplatz, ein interaktiver Springbrunnen und das ‚Experience Music‘ Ding. Das wurde von Frank Gehry entworfen, und sieht auch so aus. Die 90’er Version von modern, neben der 60’er Version von Modern (Spaceneedle und Monorail).

Am Abend sind plötzlich Leute auf der Highway vor der Jugendherberge vorbei-gelaufen. Auf der 4. Strasse waren hunderttausend Leute mit Decken, Kissen und Liegestühlen die zuschauen wollten. Das ganze wurde am Abend dann zur Torchlight Parade. Aber ich hab nicht auf die Parade gewartet, sondern bin Austern essen gegangen.

Seattle zu Fuss

Gleich links neben der Jugendherberge ist der Pike Market. Da gibts eigentlich frisches Gemüse, billige Blumen und niedrig fliegenden Fisch. Ausserdem haben wir herausgefunden, woher das Wort Kohl-Rabi kommt.

Bei eine Tour durch den Untergrund unter dem Pioneer Square lernt man noch viel mehr – über Korrution, Dummheit und explodierende WCs.

Und zum Schluss haben wir noch das touristischste aller touristen-vierteln besucht, the waterfront.

Oh wie schön ist eine Jugendherberge mit Internetanschluss!

Spring Brunnen im Seattle Center

Mt St. Helens

Zuerst Wald. Dann toter Wald. Dann toter, umgeworfener Wald. Dann ein See voller toter Bäume. Und dann ein zerrissener Berg, dessen Gipfel seitlich weggerutscht und dann explodiert ist. Das ganze ist schon leicht mit Lupinion, Fireweed und ein bisschen Gestrüpp überwachsen, aber es sieht trotzdem noch aus wie Mordor. Schöne Bilder jedenfalls.

P.S. Am Freitag haben wir uns in Seattle noch einen imax-film über die Explosion des Berges angesehen.

Fahren, fahren, fahren auf der Autobahn…

Gestern (Dienstag) sind wir von Sheridain bis Missoula gefahren, heute sind wir schon bis Ceur D’Arlene gekommen (hier gibts einen See, aber das Salzkammergut ist schöner), und wollen noch weiter bis Yakima. Nur ganz wenig Bilder, weils nix zu sehen gibt.

P.S. Als der Mt. St. Helens explodiert ist war der Himmel über Yakima von Asche verdunkelt, und die Hühner sind schlafen gegangen weil sie dachten es ist Nacht. Heute ist Yakima einfach nur langweilig.

Mt. Rushmore und Crazy Horse Monument

Die Präsidenten-Köpfe sind ziemlich ekelig – total überlaufen, und eigentlich recht klein. Die Statue von Crazy Horse ist offensichtlich das Werk von Wahnsinnigen, aber viel sympatischer.

Beide liegen in den Black Hills, die sehr schön, aber auch sehr abgebrannt aussehen können.

Am Nachmittag sind wir noch bis Sheridain gefahren. Das ist eine Cowboystadt mit Wintersport-Einschlag. Liegt nah an den Bergen, genug grün für Brigitte, eigentlich sehr schön. Und hier bin ich endlich wieder ans Internet gekommen. Das Hotel ist zwar doppelt so teuer, dafür kann ich die ganze Nacht Bilder hochladen. Wer weiss, wann ich wieder dazu komme.

P.S. Karin sagt, ich soll noch was positives schreiben. Also: Das Crazy Horse Monument ist ein wirklich beeindruckendes Unterfangen. Wie eine Kathedrale im Mittelalter, an der viele Leute hundert Jahre bauen.

Little Big Horn

Viel Autobahn, Little Big Horn und wieder viel Autobahn. Eine Navaho Indianerin hat einen Vortrag über die Schlacht gehalten, das war wirklich spannend (Solche Vorträge gibts hier immer in den Nationalparks, z.B. über Geysire oder Wolverines in Yellowstone; aber dieser war besonders spannend) Das eigentliche Schlachtfeld bei Little Big Horn hab ich gar nicht erst fotografiert, es ist einfach ein weiterer langweiliger Hügel in der Steppe.

Lustiges Piraten-Minigolf und Übernachtung in Rapid City.

Yellowstone 2

Wenn man schon in Yellowstone aufwacht kann man natürlich viel mehr sehen. Also haben wir am zweiten Tag einen Schlamm-Vulkane, hundert Bisons, hundert Elche, ein paar Chipmunks, den Yellowstone Lake, den Yellowstone Grand Canyon und die Sinter-Terassen gesehen, und Geschichten über das Wolverine angehört. siehe auch die offizielle Webseite des Parks.

Wir haben den Park im Nord-Osten verlassen, und sind dann noch über den Bear Tooth Pass gefahren.

Übernachtet haben wir in Billings, Montana.

Yellowstone 1

Nach zwei Tagen mit zu viel Wüste, und relativ wenig Schlaf hab ich am ersten Yellowstone-Tag schlapp gemacht, und musste schon um 2 Uhr Nachmittag, nach nur einem Wasserfall und einem Geysir-Feld ins Hotelzimmer eingeliefert werden. Das Hotel war das „Old Faithful Inn“ eine Art überdimensionierte Blockhütte beim gleichnamigen Geysir. Den hab ich mir vom Balkon aus angesehen, ein Nickerchen gemacht, meine Bilder aus der Digitalkamera bearbeitet, und am Abend war ich wieder fit für neue Geysire
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Craters of the Moon

Der Nationalpark "Craters of the Moon" ist wirklich toll, aber ich kann euch die Bilder noch nicht zeigen. Hier in Idaho Falls (der Endstadtion fuer heute) gibts nur beschraenkten Internetzugang. Keine Umlaute, kein Upload 🙂

Nachtrag: Wir sind lange durch die Wüste gefahren, dann waren wir bei Craters of the Moon – dem Höhepunkt der Wüste, und dann sind wir wieder lange durch die Wüste gefahren. Ohne Klimaanlage im Auto wäre ich jetzt tot.

Die Craters of the Moon sind wirklich sehr schön, aber man sollte sie vielleicht im Winter besuchen. Lavafelder, grosse Lavabrocken, schwarzer Lava-Sand, verkrümmte Bäume, dorniges Gestrüpp,… natürlich alles wunderbar aufbereitet, mit Strassen und Wegen, teilweise Rollstuhl-befahrbar, und einer schönen webseite

In Idaho Falls haben wir und dann Pirates of the Caribbean angesehen, und brav an der richtigen stelle „uiii, legolas!“ gesagt. Johnny Depp ist aber auch nicht schlecht.